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Ein Dutzend Dezember: 03.05.05
12.12.2007 - 10:18 von Süppche


Geballtes

Im gestrigen Abschlußtraining jagten "Canijo" Kaiser und "Memo" Aslan einige Bälle über den Fangzaun des Sportplatzes in Richtung Landstraße. Wie allen Kennern der heimischen Fauna bekannt sein dürfte, liegt ein Eselgehege auf der anderen Straßenseite. Während "Memo" Aslan keine Probleme hatte, die Bälle in dem von den Grautieren genutzten Bereich zu suchen, sträubten sich beim erfahrenen Waidmann Kaiser ob des Anblickes der Huftiere die Nackenhaare. Aslan gab auf Anfrage der newsletter-redaktion bekannt, dass er in seiner anatolischen Heimat mit Eseln (Anatolischer Halbesel lat. Equus hemionus anatoliensis) aufgewachsen sei und keine Scheu vor den als störrisch geltenden Tieren hat. Kaiser wiederrum war sich seiner Haut nicht sicher und ergriff die Flucht. Sein Mitspieler "Drehpeter" Meywald wollte spontan sein Eselkenntnisse weitergeben, er lag aber wie so oft mit seinem Wissen über die Tierwelt in Europa falsch. Er bezeichnete die Tiere als Mulis, obwohl jeder Trainingsteilnehmer die Gattung eindeutig als Hausesel (Equus asinus asinus) identifizieren konnte. Das Maultier (auch "Muli" genannt /vom lat. mulus), Herr Meywald, stellt eine Kreuzung zwischen Eselhengst und Pferdstute dar. Beim Maulesel ist dies genau anders herum. Der Maulesel gleicht vom Erscheinungsbild her auch dem Esel. Maulesel sind eine Erfindung des Menschen und kommen in der Natur nicht vor. Vermutlich durch eine unterschiedliche Chromosomenzahl der Eltern können sich Maulesel-Hengste gar nicht und Maulesel-Stuten nur selten fortpflanzen.
Der Maulesel ist in den Mittelmeerländern und in Asien verbreitet. Jedoch bringt er keine nennenswerten Vorteile gegenüber dem normalen Esel, zudem sind sie weniger leistungsfähig und robust als Maultiere. Vielleicht hätte Drehpeter erst einaml bei seinem Opa (handball-Ultra) Da nachfragen sollen......
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