FC Cleeberg - Portrait

Cleeberg ist ein Ortsteil der Gemeinde Langgöns und liegt im Landkreis Gießen im Bundesland Hessen. Der FC Cleeberg wurde im Jahr 1949 gegründet und stellt aktuell drei Herren-Mannschaften (Gruppenliga Gießen-Marburg, A-Liga Wetzlar und A-Liga Wetzlar/Reserve).

Bundesweit bekannt wurde der Verein in den letzten Jahren aufgrund seiner aussergewöhnlich erfolgreichen Jugendarbeit. Aus den Jahrgängen 1996 bis 2001 hat ein Quintett aus fünf Talenten den Sprung in den Fussball-Profibereich geschafft. Jon-Patrick Strauß (1996), Gian-Luca Itter (1999), Davide-Jerome Itter (1999), Lara Schmidt (2000) und Tom Woiwod (2001) haben allesamt die Jugendmannschaften des FC Cleeberg durchlaufen und verfügen heute über einen Profivertrag.

In der Jugend stellt der FC Cleeberg Mannschaften in der G-, F-, E- und D-Jugend. 2010 gewann die E-Jugend des FC Cleeberg mit dem Wolfgang-Schlosser-Cup die Hessenmeisterschaft. Mit der benachbarten SG Waldsolms kooperiert man erfolgreich im Bereich der C-, B- und A-Junioren. Die gute Jugendarbeit trägt zudem dazu bei, dass viele einheimische Leistungsträger kontinuierlich in die Herren-Mannschaften aufrücken.

FC Cleeberg - Chronik

Das idyllische Taunusdorf Cleeberg ist ein Ortsteil der Gemeinde Langgöns und liegt im Landkreis Gießen im Bundesland Hessen. Der FC Cleeberg wurde im Jahr 1949 gegründet und feierte im Jahr 2009 sechzig Jahre aktiven Fußball. Das ist keine Selbstverständlichkeit, denn entgegen der Entwicklung in vielen kleineren Vereinen der Region, wo sich einige Fußball-Clubs bestenfalls in Spielgemeinschaften begeben mussten, behauptet sich der der FC Cleeberg mit der 1. Mannschaft seit 2003 in der Gruppenliga Gießen/Marburg und stellt gleichzeitig mit einer erfolgreichen Jugendabteilung die Zeichen für die Zukunft.

Vor allem in den Anfängen seiner Geschichte in den 50er und 60er Jahren hatte der FC Cleeberg mehrere schwierige Zeiten zu durchstehen. So gab es manche Jahre, in denen der Spielbetrieb an einem seidenen Faden hing. Zu Beginn startete der FC Cleeberg in der B-Liga Wetzlar und spielte dort meist in den unteren Tabellenregionen.

Erst mit der Einführung eines Trainers und regelmäßiger Trainingseinheiten stellten sich ab Ende der 60er Jahre die ersten Erfolge ein. Der FC Cleeberg spielte um den Aufstieg in die A-Liga Wetzlar/Oberlahn mit.

Dieser gelang im Jahr 1973 mit Spielertrainer Bernd Gonter. Trotz des sofortigen Abstiegs konnte der positive Trend konserviert werden. Unter dem eisenharten Trainer Herbert Hrachovec gelang im Jahr 1976 der erneute Aufstieg in die A-Liga durch ein 3:0 im legendären Entscheidungsspiel vor 1500 Zuschauern gegen die SG Weiltal. Bis bis zur Saison 1984/85 konnte sich der FC Cleeberg in der A-Liga gut behaupten und spielte in mehreren Spielzeiten um den Aufstieg in die Bezirksliga, der heutigen Gruppenliga, mit. In diesen Zeitabschnitt fiel auch der Bau des Sportheims und des neuen Rasenplatzes an der Oberkleener Straße (1978/79), nachdem die Begebenheiten am alten Waldsportplatz nicht mehr zeitgemäß waren.

Nach dieser erfolgreichen Phase mündeten im Jahr 1985 eine verfehlte Personalpolitik und das gleichzeitige Karriere-Ende einiger Leistungsträger in einen zwangsläufigen Abstieg des FC Cleeberg in die B-Liga. Ein fulminanter Schlussspurt in der B-Liga im Mai 1985 verhinderte, dass der FC Cleeberg fast bis in die C-Liga Wetzlar durchgereicht wurde. Nur drei Jahre später entstand mit dem neuen Spielertrainer Michael Hesse eine Aufbruchstimmung, aus der nach zwei Dritten Plätzen 1988 der Wiederaufstieg in die A-Liga resultierte.

Nach einer Umgestaltung der Ligen wurde man zur Saison 1991/92 eine Klasse höher gestuft und spielte in der Bezirksliga Wetzlar/Oberlahn, in der der FC Cleeberg um den Klassenerhalt kämpfen musste. Nach zwei erfolgreichen Entscheidungsspielen um den Klassenerhalt folgte zur Saison 1994/95 der Abstieg in die A-Liga.

Daraufhin erfolgte ein erneuter Umbruch. Mehrere Spieler aus der eigenen Jugend des FC Cleeberg rückten Mitte der 90er Jahre in die 1. Mannschaft auf und setzten sich auf Anhieb durch. Nach mehreren Anläufen erfolgte unter dem Spielertrainer Gespann Stefan Bernhardt und Thomas Günter der Aufstieg in die Bezirksliga Gießen/Wetzlar. Nach einer erneuten Klassenumgestaltung, die letzten acht Mannschaften stiegen prompt wieder ab, qualifizierte sich der FC Cleeberg mit dem Trainergespann Frank Itter und Wolle Baum mit einem Dritten Platz für die neu installierte Bezirksliga.

In der Saison 2002/2003 gelang dem FC Cleeberg mit den Trainern Wolfgang Schmidt und Frank Kessler völlig überraschend der Aufstieg in die neue eingleisige Bezirksoberliga, der heutigen Gruppenliga Gießen/Marburg. Dies gelang dank einer fulminanten Siegesserie. Denn nach der Winterpause konnte der FC Cleeberg Anfang 2003 siebenmal in Folge gewinnen und ließ sich am Ende nicht mehr die Butter vom Brot nehmen.

In dieser Klasse befand sich der FC Cleeberg bis zum Jahr 2016. Ein paar Male klopfte man unter dem Trainer Andreas Wirth gar an die Tür zur Verbandsliga (2006/2007 und 2009/2010) an. Hier fehlten am Ende jeweils nur zwei Punkte.

Danach kämpfte man mehr und mehr gegen den Abstieg, der aber so nicht vorgesehen, in der Saison 2015/16 eintrat. Denn trotz eines an sich guten Kaders, musste man als dienstältester Gruppenligist den bitteren Abgang nach dreizehn Jahren in die Kreisoberliga (frühere Bezirksliga) antreten.

Aufstieg 2017
Aufstieg in die Gruppenliga 2016/17

Mit einigen Eigengewächsen ausgestattet, konnte völlig überraschend der sofortige Wiederaufstieg als Tabellenerster der Kreisoberliga West in der Saison 2016/17 unter Trainer Daniel Schäfer erreicht werden. Im Jahr zuvor konnte die zweite Mannschaft, gespickt mit einigen Routiniers, in die A-Liga Wetzlar aufsteigen.

Heute im Jahr 2018 stellt der FC Cleeberg mittlerweile drei Mannschaften (Gruppenliga, A-Liga Wetzlar und A-Liga Wetzlar/Reserve).

Ob der FC Cleeberg auch in ferner Zukunft auf diesem relativ hohen fußballerischen Niveau spielen wird, das vermag heute keiner voraus zu sehen. Die sportliche Zukunft des FC Cleeberg liegt sicherlich in der Jugend. Das belegt nicht zuletzt auch die eigene Vereinsgeschichte.

(ES/TSM, Mai 2018)